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SCHRITT FÜR SCHRITT

AI Training Camp – Trainerleitfaden

Dieser Leitfaden ist für zwei Teams geschrieben; drei Teams funktionieren gleich. Alle Daten sind erfunden; die erzeugten Einstiegsfälle spielen im Juni 2030. Selbst angelegte Rechnungen verwenden das in Odoo gewählte Datum. Mail ist simuliert, ERP und Kalender liegen in einem isolierten Odoo 20. Es gibt keine Produktivdaten und keine externen E-Mails.

Online-Camp aufsetzen: Schritt für Schritt

Für das bereitgestellte Camp braucht die Leitung keinen lokalen Docker-Server. Es genügt ein Browser; die Teams verwenden ihre eigenen Codex- oder Claude-Code-Zugänge.

  1. training.apprunner.ch öffnen, Mit Benutzername und Passwort anmelden wählen und den privaten Trainer-Login verwenden. Kein Passkey/MFA für diesen Demo-Zugang. Der Trainer-Login gehört nur in den Browser, nie in einen KI-Client.
  2. In Neuer Übungsraum einen neuen Workshop anlegen: verständlicher Name mit Datum, normalerweise 2 Teams, bei Bedarf 3 Teams. Unter den erweiterten Optionen lässt sich die Menge synthetischer Daten ändern. Ein Workshop = eine Odoo-Community-Datenbank. Alle Teams dieses Durchgangs teilen Kunden, Aufträge und Rechnungen, jeweils mit eigenem Team-User. Der nächste Durchgang bekommt eine frische Datenbank; die bestehenden werden nicht gepurgt. Auf Bereit warten.
  3. Diesen Workshop in der Trainerkonsole auswählen. Nicht den Techniktest · Server-Abnahme für Teilnehmende verwenden; dieser enthält technische Testaktionen.
  4. Team-Logins herunterladen wählen. Die private Textdatei enthält Benutzernamen und Passwörter nur dieses Workshops. Jedem Team ausschliesslich seinen eigenen Abschnitt geben. Das Passwort wird nicht an die KI weitergereicht.
  5. Etwa die Hälfte mit Codex, die andere Hälfte mit Claude Code arbeiten lassen. Nicht nach Systemen trennen: Alle Teams desselben Workshops können einander Übungsmails senden und Termine koordinieren. Beide Client-Anleitungen stehen unter KI-Clients verbinden.
  6. Zu Beginn jedes Team im Browser und im KI-Client anmelden lassen. Die Camp-Anmeldung ist getrennt von der persönlichen Codex-/Claude-Anmeldung. Unter /mcp dürfen im Workshop keine produktiven Connectoren verwendet werden.
  7. Gemeinsam E01 durchführen: camp_context aufrufen und Team, Workshop, Quellen und Rechte nennen lassen. Anschliessend E02–E04 nur lesen. Erst ab E05 kommen Widersprüche hinzu.
  8. Vor Schreibübungen ein Team auswählen und Sicherungspunkt erstellen. Vorschläge unter Offene Freigaben einzeln nach Inhalt, Empfänger und Quelle prüfen; dann freigeben oder ablehnen. Eine KI kann selbst keine Trainerfreigabe ausführen.
  9. E09 mit einer neu authentifizierten Nur-Lesen-Verbindung durchführen. E10: Sicherungspunkt, harmlose Notizänderung, Trainerfreigabe, Änderung erneut lesen, Team-Restore, Ergebnis und Audit prüfen.
  10. Am Ende Browser und MCP-Verbindungen abmelden. Für den nächsten Termin einen neuen Workshop erzeugen statt einen alten Durchgang zu überschreiben. Team-Snapshots sind keine vollständigen Server-Backups; den Server-Restore-Drill führt die technische Leitung getrennt aus.

Das echte Odoo zeigen und Rechnungen ausprobieren

Als Team anmelden und oben In Odoo öffnen ↗ wählen. Ein neuer Tab öffnet odoo.training.apprunner.ch bereits mit dem normalen Odoo-User dieses Teams. Weder Odoo-Passwort noch eine freie Benutzerauswahl sind nötig. Der Trainerzugang wird nicht als Odoo-Administrator weitergereicht; die Leitung kann für diese Demo einen Team-Login in einem privaten Browserfenster verwenden.

Odoo Community 20 enthält die Standard-App Invoicing / Rechnungsstellung (account). Damit lassen sich normale Demo-Kundenrechnungen erstellen, öffnen und als PDF ausgeben. Ein eigenes Rechnungsplugin ist dafür nicht nötig. Beispiel für die Vorführung: Eine fiktive Rechnung im Odoo-Tab erstellen, dann die KI über die Camp-ERP-Suche genau diese Rechnung anhand ihrer Nummer oder Referenz abfragen lassen. Die KI soll die Daten aus dem Werkzeugresultat nennen, nicht schätzen.

Kurze Zusatzdemo nach den ersten Leseübungen:

  1. Im Odoo-Tab New / Neu wählen und einen vorhandenen Demo-Kunden auswählen.
  2. Add a line / Zeile hinzufügen: Beschreibung, Menge und Demo-Preis erfassen. Datum und Betrag prüfen, dann speichern. Nur erfundene Angaben verwenden.
  3. Mit Confirm / Bestätigen die Demo-Rechnung buchen. Ihre neue Nummer kopieren. Print / Drucken erzeugt das PDF; keine echte Rechnung versenden oder bezahlen.
  4. Die KI fragen: Suche im Camp-ERP die Rechnung <Nummer>. Nenne Kunde, Betrag, Währung und Status. Ändere nichts. Das Ergebnis gemeinsam mit der Odoo-Ansicht vergleichen. Das andere Team desselben Workshops soll dieselbe Rechnung finden. In einem anderen Workshop darf sie nicht erscheinen.

Die native Odoo-Oberfläche ist ein direkter menschlicher Arbeitsplatz. Dort sind manuelle Änderungen mit den normalen Team-User-Rechten möglich. MCP-Schreibvorschläge bleiben weiterhin an die konkrete Trainerfreigabe gebunden. Es werden keine echten E-Mails versendet. Für dieses wegwerfbare Camp ist nach Entscheidung der Leitung kein regelmässiger Backup-Job vorgesehen; Sicherung und Restore bleiben freiwillige Workshop-Übungen.

Zeitplan und Moderation stehen weiter unten unter Ablauf. Die folgenden Docker-/Token-Schritte betreffen nur die optionale lokale Variante.

Rollen und Geräte – optionale lokale Variante

WerGerät und Aufgabe
Trainer:inWindows-Laptop mit Docker Desktop, WSL/Ubuntu und Node.js. Startet Camp und behält den Trainerzugang.
Team 1Codex oder Claude Code; erhält nur seinen Team-Token.
Team 2Das andere Werkzeug oder ebenfalls Codex/Claude Code; arbeitet im selben Durchgang und kann Team 1 schreiben.
Optional Team 3Zusätzlicher Gesprächs- und Vergleichspartner mit eigenem Token.

Codex- und Claude-Code-Teams sind keine getrennten Welten. Beide arbeiten in demselben Workshop, vergleichen Quellen und kontrollieren sich gegenseitig.

Begriffe ohne Technikjargon

Eine API ist eine Schnittstelle: ein Programm darf klar definierte Daten oder Funktionen eines anderen Programms nutzen. MCP beschreibt für KI-Clients, welche Werkzeuge vorhanden sind, was sie tun und wie sie kontrolliert aufgerufen werden. MCP ersetzt die API nicht; das Camp nutzt die begrenzten APIs im Hintergrund. Ein Token ist der Schlüssel eines Teams. Er gehört nie in Prompts, Screenshots oder Mails. Der Trainer-Token bleibt bei der Leitung.

Vorbereitung

  1. Am Trainerlaptop Docker Desktop starten. In Ubuntu/WSL das vorhandene Projekt vorbereiten:
   cd /home/mario/repos/ai-training-camp
   npm ci
   npm run workshop

Der erste Start kann einige Minuten dauern. Camp läuft danach auf http://127.0.0.1:18350; Odoo ist nur intern über Port 18270 erreichbar.

  1. Den Trainer-Token nur auf dem privaten Trainerlaptop in die Zwischenablage kopieren und im Browser bei Trainer:in einfügen. Der Befehl zeigt den Schlüssel nicht an:
   wsl -d Ubuntu-22.04 --cd /home/mario/repos/ai-training-camp -- env CAMP_DATA_DIR=var/workshop20 node scripts/access.mjs trainer | Set-Clipboard

Danach http://127.0.0.1:18350 öffnen, als Trainer:in anmelden und Daten neu laden wählen. Nur beginnen, wenn Mail als simuliert und ERP sowie Kalender als Odoo 20 bereit erscheinen. Ein Simulator oder nicht bereites Odoo ist kein vollständiger Workshop.

  1. In Neuer Übungsraum einen neuen Durchgang mit 2 Teams erzeugen; für drei Teams 3 wählen. Der bestehende Sechs-Team-Durchgang bleibt erhalten und wird nicht gelöscht.
  2. Workshop und Team auswählen, Team-Zugang kopieren wählen und nur dem richtigen Team persönlich geben. Für die Sicherheitsübung gibt es Nur-Lesen-Zugang kopieren. Den Trainer-Token nie weitergeben.
  3. Falls die Browser-Zwischenablage nicht funktioniert, kann der Team-Token auf dem privaten Trainerlaptop direkt kopiert werden; die Mailadresse zuvor im Browser bei diesem Team prüfen:
   wsl -d Ubuntu-22.04 --cd /home/mario/repos/ai-training-camp -- env CAMP_DATA_DIR=var/workshop20 node scripts/access.mjs TEAM_MAILADRESSE | Set-Clipboard

TEAM_MAILADRESSE wird durch die tatsächlich im Browser angezeigte Demo-Mailadresse ersetzt. Der Befehl zeigt den Schlüssel nicht an. Niemals damit einen Trainer-Token kopieren.

Teamzugang und MCP einrichten

  1. Jedes Team meldet sich zuerst im Browser an: Teilnehmendes Team, Durchgang und eigenes Team wählen, Token einfügen, Arbeitsplatz öffnen. Unter Überblick müssen die Quellen und Rechte sichtbar sein.
  2. Für jeden Teamzugang erzeugt die Leitung in WSL eine private Verbindung:
   cd /home/mario/repos/ai-training-camp
   CAMP_DATA_DIR=var/workshop20 CAMP_URL=http://127.0.0.1:18350 node scripts/client-config.mjs TEAM_MAILADRESSE
  1. Auf demselben Trainercomputer kann die erzeugte codex.toml oder claude.json verwendet werden. Auf einem anderen Laptop niemals eine WSL-stdio-Datei kopieren; dafür braucht es die portable HTTP-Datei und ein ausdrücklich eingerichtetes privates Trainingsnetz.
  2. 127.0.0.1 bedeutet: nur derselbe Trainercomputer erreicht Camp. Die lokale Token-Variante bleibt im ausdrücklich eingerichteten privaten Trainingsnetz mit beschränkter Firewall. Nicht öffentlich ins Internet stellen. Für das Online-Camp nur die HTTPS-/OAuth-Variante von oben verwenden.
  3. Für Codex ein isoliertes Projekt ohne persönliche oder Produktiv-Connectoren verwenden. Für Claude Code die erzeugte strikte MCP-Konfiguration verwenden. Beide Abonnements genügen; kein API-Key nötig. Claude meldet sich nicht automatisch an: die Person prüft ihre eigene Sitzung. Die Anleitung für Teilnehmende steht in Mit Codex oder Claude Code am Workshop teilnehmen; technische Abnahmehinweise stehen getrennt in CLIENTS.md.

Direkt vor dem Raumstart

  1. Als Trainer:in nochmals Daten neu laden und den Odoo-Status prüfen.
  2. Jedes Team lässt die KI camp_context aufrufen. Sie erklärt Workshop, Quellen und Rechte anhand des Werkzeugresultats – nicht aus kopiertem Text.
  3. Ein Team liest P-1 im ERP, eine Mail mit dem Suchbegriff Lagerplanung und einen eigenen Kalendereintrag. Noch keine Änderung schreiben.
  4. Vor der ersten Schreibübung einen Team-Snapshot in der Trainerkonsole erstellen.

Die vollständige Checkliste steht in PREFLIGHT.md.

Ablauf: 2–3 Stunden oder 45 Minuten Einstieg

Für 45 Minuten genügen E01–E04, danach ein kurzer Ausblick auf E05. Vor E05 gibt es absichtlich keinen Widerspruch: Zuerst lernen die Teams, dass sie echte Quellen und Werkzeuge lesen können.

ÜbungHandlung der TeamsEntscheidung der LeitungRichtwert
E01 – Kontext und Werkzeugecamp_context lesen; Rechte und Quellen erklären.Keine Freigabe; nur echten Werkzeugaufruf akzeptieren.6 min
E02 – ERP-Kunde lesenP-1 lesen: nur Name, Ort, E-Mail.Keine Freigabe; Ergebnis gegen ERP prüfen.6 min
E03 – Mail lesenNach Lagerplanung suchen; Absender, Betreff und ersten Satz nennen.Keine Freigabe; keine erfundenen Inhalte akzeptieren.6 min
E04 – Kalender lesenNur eigene Termine lesen: Titel sowie Beginn und Ende nennen.Keine Freigabe; noch keinen Termin erstellen.6 min
E05 – Drei Quellen, ein WiderspruchKundenänderungs-Mail, ERP und Kalender zu Alpenglühen vergleichen; offene Frage formulieren.Keine Änderung; Quellenkette und Unsicherheit prüfen.12 min
E06 – Team-MailRückfrage als Entwurf vorbereiten und Versand beantragen.Exakten Entwurf und Empfänger einzeln freigeben oder zurückweisen.12 min
E07 – Gemeinsames Meeting30-Minuten-Termin vorschlagen.Zeit, Teilnehmende, Zeitzone prüfen; erst dann freigeben.10 min
E08 – ERP-NotizSachliche Notiz am Trainingsauftrag vorbereiten.Text und richtigen Auftrag prüfen; nach Freigabe erneut lesen.12 min
E09 – Nur Lesen und InjectionManipulative fremde Mail mit Nur-Lesen-Profil erkennen und ablehnen.Nie Löschen, Export, Passwort- oder Rechteänderung freigeben.10 min
E10 – Snapshot, Restore und DRSnapshot, harmlose Änderung, Team-Restore und Audit prüfen.Snapshot/Restore selbst führen; DR nur in getrenntem Prüfziel.15 min
E11 – Client-Vergleich und KI-FallCodex und Claude vergleichen; fiktiven Fall prüfen.Neuer Auftrag erst nach genauer Trainerfreigabe.15 min

Nach jeder Übung fragen: Welche Quelle? Was bleibt offen? Was ist der kleinste überprüfbare Schritt? Welche Wirkung muss ein Mensch freigeben? Entscheidend sind Ziel, Kontext und Iteration – nicht die eleganteste Wortwahl.

Freigaben und Wiederherstellung

Eine KI darf lesen, vergleichen und Vorschläge vorbereiten. Bei einer Schreibaktion prüft die Leitung unter Offene Freigaben Empfänger beziehungsweise Auftrag, exakten Inhalt, Quellen und erwartete Nebenwirkung. Jede Freigabe gilt nur für diesen Vorschlag.

Das ERP wird von allen Teams des Durchgangs geteilt. Ein Team-Snapshot kann eigene, freigegebene Auftragsnotizen und Camp-Termine zurücknehmen, nicht beliebige manuelle Rechnungs- oder Buchhaltungsänderungen. Änderungen anderer Teams bleiben bestehen. Wurde derselbe Auftrag inzwischen von einem anderen Team oder manuell verändert, verweigert der Restore die Rücknahme mit einem Konflikthinweis; er überschreibt nichts stillschweigend. Zugestellte Mails und Kalenderkopien anderer Teams bleiben bestehen. Für vollständig frische Odoo-Daten einen neuen Workshop anlegen. Ein optionaler vollständiger DR-Drill sichert Camp, Odoo-Datenbank und Dateispeicher in ein neues Prüfziel; er überschreibt nie den Quell-Workshop. Für dieses wegwerfbare Camp sind bewusst keine automatischen oder externen Backups eingerichtet.

Wenn etwas nicht funktioniert

BeobachtungErstes Vorgehen
Falscher Token oder 403Workshop/Team prüfen und Team-Token neu aus der Trainerkonsole kopieren. Nie raten oder Trainer-Token nutzen.
Keine Camp-WerkzeugeRichtige Team-Konfiguration und Client-Anmeldung prüfen, dann camp_context wiederholen. Keine persönlichen Connectoren aktivieren.
Odoo nicht bereitWorkshop pausieren, Daten neu laden, technische Leitung beiziehen. Nicht auf Simulator-Daten ausweichen.
Freigabe veraltetNicht freigeben; Daten neu lesen und neuen Vorschlag einreichen lassen.
Wirkung nach Restore sichtbarErwartbar bei Mail/Kalender anderer Teams; betroffene Wirkung prüfen und im Debrief erklären.

Sauber beenden

Keine Tokens in Chat, Mail oder Folien speichern. Browser mit Sitzung beenden schliessen, dann Camp im Terminal mit Ctrl+C sauber stoppen. Für eine neue Gruppe immer einen neuen Workshop erzeugen.